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Das Leben des Gletschermanns - Die Kulturtechniken von "Ötzi" als Spiegel seiner Welt

Die Gletschermumie „Ötzi" fasziniert seit nunmehr über 20 Jahren die verschiedensten Wissenschaften. Durch die äußerst umfangreichen Forschungen konnten viele Puzzle-Teile seines Lebens und seiner Welt zusammengefügt werden, und dennoch sind viele Fragen bislang unbeantwortet geblieben.
Im Jahres-Workshop von ZEITEN-ERLEBEN werden an drei aufeinanderfolgenden Tagen die wichtigsten Kulturtechniken der damaligen Zeit vor archäologischem Hintergrund erörtert und in der Praxis nachempfunden und erprobt. Dieses äußerst umfangreiche Programm baut sich wie folgt auf:

 

Tag 1 – Freitag, Termin auf Anfrage – Feuersteinbearbeitung
• Beginn: 14.00 Uhr
Kursbeschreibung:
Die Gletschermumie vom Hauslabjoch stammt aus der ausgehenden Jungsteinzeit und dementsprechend sind auch viele wichtige Ausrüstungsgegenstände von „Ötzi" aus Feuerstein gefertigt. Die Bearbeitung von Feuerstein ist eine hochspezialisierte Kunstfertigkeit, die im Laufe der darauf folgenden Metallzeiten jedoch immer mehr in Vergessenheit geraten ist. Am ersten Kurstag beschäftigen wir uns mit den theoretischen und praktischen Grundlagen der Feuersteinbearbeitung. Verschiedene Techniken, wie direkter Schlag, Punch- und Drucktechnik werden vorgestellt und an Feuersteinrohlingen umgesetzt. Am Ende des Tages werden wir neolithische Klingen, Kratzer, Bohrer und eine Pfeilspitze hergestellt haben, wie sie zu jener Zeit üblich waren. Die entstandenen Endprodukte können von jedem Kursteilnehmer natürlich mit nach Hause genommen werden.
Am Abend nach Abschluss der Feuersteinbearbeitung besteht die Möglichkeit einer geselligen Grill-Runde mit weiteren anregenden Diskussionen.
• Ende der Feuersteinbearbeitung: ca. 20.00 Uhr

Tag 2 – Samstag, Termin auf Anfrage – Bogenbau
• Beginn: 9.00 Uhr
Kursbeschreibung:
Der neolithische Langbogen des Gletschermanns konnte zwar von ihm nicht ganz fertiggestellt werden, jedoch kennen wir auch von anderen Fundstellen verschiedene, schussbereite Langbögen aus der Jungsteinzeit.
Der zweite Kurstag widmet sich ganz diesem Thema: Nach der Vorstellung der historischen Hintergründe, den physikalischen Grundprinzipien und der Verwendung verschiedener Bogenhölzer, fertigt jeder Teilnehmer schrittweise unter fachkundiger Anleitung seinen eigenen Esche- oder Hickory-Langbogen nach neolithischem Vorbild. In passender Abstimmung der Holzreduktion auf die Tiller-Arbeit entsteht so die leistungsfähigste Jagd- und Kriegswaffe der Vor- und Frühgeschichte. Natürlich gehören das Knüpfen einer passenden Bogensehne sowie das Einschießen des fertigen Bogens ebenso zum Tagesprogramm.
Auch an diesem Tag gibt es die Möglichkeit, nach Abschluss der Arbeiten an einer geselligen Grill-Runde teilzunehmen, um weitere Erfahrungen auszutauschen.
• Arbeitsende: ca. 20.00 Uhr

Tag 3 – Sonntag, Termin auf Anfrage – Bronzeguss
• Beginn: 9.00 Uhr
Kursbeschreibung:

Der wohl herausragendste Ausrüstungsgegenstand des Gletschermanns ist sein mit Arsen legiertes Kupferbeil (Arsenbronze). Ein absolutes High-Tech-Produkt der ausgehenden Jungsteinzeit! Der dritte Kurstag befasst sich mit der Geschichte und den Techniken des vorgeschichtlichen Kupfer- bzw. Bronzegusses, sowie den Grundlagen von verschiedenen Formenbautechniken und Schmelzöfen. Im Anschluss daran erstellt jeder Teilnehmer eine Gussform für seine persönliche Ötzi-Beilklinge. Diese Gussformen werden dann mit über 1000 Grad heißer Bronze gefüllt, die zuvor in einem authentischen Lehm-Schmelzofen verflüssigt wurde (aus gesundheitlichen Gründen wird hier keine Arsen-, sondern Zinn-Bronze verwendet). Dem so entstandenen Ergebnis wird nach dem Abkühlen der Angusszapfen entfernt und durch weitere Nachbearbeitungen dem Original endgültig angeglichen.

• Ende: ca. 16.00 Uhr

 

Allgemeine Informationen:
• Kurs-Dauer: 3 Tage
• Kurs-Ort: Essenbach/Landshut (Niederbayern)
• Teilnehmerzahl: min. 5 Personen, max. 7 Personen
• Teilnahmevoraussetzungen: Mindestalter 16 Jahre
• Kurs-Gebühr inklusive sämtlicher Materialkosten: 495,- €
(Die verbindliche Teilnahme kann erst nach einer Anzahlung von 200,- € garantiert werden – bei nicht Zustandekommen des Workshops oder bei Absage des Kurses durch ZEITEN-ERLEBEN wird die Anzahlung natürlich zurückerstattet).