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Mittelalter

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Als im Jahr 1475 der reiche Landshuter Herzog Georg die polnische Königstochter Hedwig heiratete, feierte man in der Stadt das glänzendste Fest seiner Zeit. Kaiser, König und Herzöge kamen mit ihrem Hofstaat und zeigten ihren Reichtum. Die einfachen Bauern, die um die Stadt Landshut herum lebten, haben davon nicht viel erfahren. Sie wohnten in bescheidenen Bauernhäusern, waren abhängig vom Grundherrn, dem Wohl und Wehe der Natur und den Zeiten ausgeliefert. In Klöstern lebende Mönche und Nonnen lernten die Bibel abzuschreiben und Schreiber verfassten für die des Schreibens Unkundigen die Verträge und Briefe. Tief im täglichen Leben war der christliche Glaube verwurzelt, die Wissenschaften und Reisen „bis ans Ende der Welt" schritten voran. Der Handel mit Kostbarkeiten blühte in den Städten auf, auf dem Land blieb alles lange beim Alten. Die horrenden Abgaben (Zehent) an den Grundherrn ließ viele Bauern am Rande des Existenzminimums dahinvegetieren. Ein Ausweg war die Flucht in die Stadt: „Stadtluft macht frei" - dies bot neue Möglichkeiten für die Märkte in den Städten und für die Bauern auf dem Land. (Foto:David)

Frühmittelalter

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Das Frühmittelalter begann mit dem allmählichen Zusammenbruch des Römischen Reiches. Dadurch angestoßen war es auch das Zeitalter der Völkerwanderung, in der die zahllosen Stämme in ganz Europa von der Ostseeküste bis Nordafrika in Bewegung gerieten. Die Komplexität dieser kulturellen Verschiebungen, Vermischungen und Umschichtungen beschäftigt auch heute noch Archäologie und Forschung. Gleichzeitig war es die Zeit der Christianisierung, die von Rom ausgehend mit großer Härte zuerst in den Führungsschichten und schließlich im breiten Volk Verbreitung erfuhr. Der heidnische Volksglaube verschwand im Laufe der Jahrhunderte - wo er nicht auszulöschen war, wurde er kurzerhand unter "christlicher Fassade" weitergeführt oder ist heute noch in manchen Überresten als Aberglaube vorhanden. Aus kleinen Holzkirchen wurden Steinkirchen und mancherorts sogar Bischofssitze. Das Schrifttum hielt bei Adel und Klerus Einzug. (Foto:Martin Fasching)

 

Kelten (Eisenzeit, ca. 800 - 40 v. Chr.)

                                                   Lanze Zoltan

Nicht zuletzt wegen europaweiter Handelsnetze sind die Kelten zu den bedeutenden Händlern der Vorgeschichte zu zählen. Salz, das von Hallstatt aus verhandelt wurde und das in vorzüglicher Qualität hergestellte Eisen, stellten die Pfeiler des keltischen Reichtums dar. Sippenchefs oder Häuptlinge, die auf Grund des ertragreichen Handels zu Fürsten aufstiegen, sowie die für Religion und Wissenschaften zuständigen Druiden leiteten die Geschicke der Stämme. Die schnell drehende Töpferscheibe wurde erfunden, was eine „industrielle" Keramikherstellung ermöglichte. Schmuck und Gegenstände aus Eisen zählten zu den begehrten Neuerungen. Die keltischen Kaufleute hatten Wirtschaftskontakte zu Völkern und Ländern in ganz Europa und so verbreiteten sich nicht nur Waren, sondern auch Wissen und Wissenschaften. Die Schriftlichkeit war bei den Kelten nicht üblich, sodass uns von keltischen Ereignissen und Allgemeingut aus "keltischer Sicht" nichts Schriftliches überliefert ist.

Durch zunehmenden Druck "germanischer" Gruppen aus Norden und Nord-Osten kam es zu Verschmelzungen der verschiedenen Kulturen und zum Zusammenbruch der keltischen Oppida-Kultur ab ca. 50 v. Chr. In der Folgezeit dehnte sich schließlich auch die schrittweise Besetzung des keltisch-germanischen Siedlungsraums durch das römische Imperium aus.      (Foto: TZH)

 

Römer

     Schwerter

   Als kurz vor Beginn unserer Zeitrechnung Soldaten im Auftrag des römischen Kaisers das Gebiet zwischen Alpen und Donau eroberten, erbauten sie die ersten gut befestigten Straßen, die bis ins Frühmittelalter und darüber hinaus für den Handel und Kulturtransfer von großer Bedeutung waren. Die wichtigsten Routen führten damals nach Regensburg, Augsburg und Salzburg und zu den dort gelegenen großen Kastellen. Handwerker, Gastwirte und Händler ließen sich dort nieder und brachten mediterranes Leben ins Land. Große Bauerngüter (villae rusticae) wurden entlang dieser Strassen angesiedelt. In diesen meist sehr begüterten landwirtschaftlichen Anwesen gab es häufig sogar Fußbodenheizungen und Bäder. Römisches Recht und viele damals gültige Gesetze sind auch heute noch die Grundlagen unserer gegenwärtigen Gesetzgebung. Auch Schrift, Zahlen, Rechenmethoden und viele Namen haben sich bis in unsere Zeit als römisches Erbe erhalten.

Steinzeit

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Altsteinzeit: ca. 2,6 Millionen Jahre bis ca. 11500 Jahre vor heute
Mittelsteinzeit: ca. 11500 Jahre bis ca. 7500 Jahre vor heute
Jungsteinzeit: ca. 7500 Jahre bis ca. 4300 Jahre vor heute.

Die Steinzeit umfasst den Zeitraum von 2,6 Millionen Jahren und endete vor etwa 4.300 Jahren. Diese Zeit nennt man Steinzeit, da die meisten Werkzeuge, die sich erhalten haben, aus Stein sind. Natürlich gab es sehr viel mehr andere Gegenstände, welche aus organischen Naturmaterialien angefertigt wurden: Boote aus Holz gezimmert, Speere aus langen dünnen Baumstämmchen, Haushaltsgefäße aus Holz und Rinde, Körbe aus Zweigen geflochten, Kleidung und Behältnisse aus Tierfellen oder Leder. Nur haben sich diese Güter leider nicht erhalten - Steinartefakte hingegen überdauern Jahrmillionen.
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Altsteinzeit

Die Menschen in Europa waren Jäger und Sammler und zogen während der Eis- und Warmzeiten im jahreszeitlichen Wechsel den Tierherden nach. Die nomadisch lebenden Großfamilien und Sippen stellten anfangs grobe Faustkeile, später immer weiter verbesserte Steingeräte und Jagdwaffen her. Die Nutzung von Feuer war eine der wichtigsten Kulturerrungenschaften jener Zeit. Auch waren diese Menschen schon künstlerisch tätig und hatten komplexe religiöse Vorstellungen.

Mittelsteinzeit

Das Ende der Altsteinzeit wurde durch einen Wechsel der Klimasituation bedingt - die sich ändernde Vegetation zog einen Wandel der Jagdtiere, von mächtigen Groß-Tierherden in Steppen, zu kleinerem Jagdwild in lockeren Gebüschfluren oder Mischwäldern, nach sich. Die noch nicht ständig ortsgebunden lebenden Menschen entwickelten neue Methoden der Jagd und des Fischfangs, wozu neben ständig angepassten und verbesserten Geräten auch die dauerhafte Etablierung von Pfeil und Bogen gehört.

Jungsteinzeit

Die Jungsteinzeit war „das Zeitalter" der Erfindungen und Entdeckungen vieler großer Kulturerrungenschaften: Sesshaftigkeit und Hausbau, Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht, Keramikherstellung, Textilverarbeitung und vieles mehr. Hinzu kamen auch spezialisierte Werkzeuge sowie Jagd- und Kriegswaffen. Diese "Neolithische Revolution" beeinflusst bis heute unser Zusammenleben und unsere Kulturen. Schon die Menschen der Jungsteinzeit legten durch ihre unermüdlichen „Experimente" den Grundstein für den späteren Beginn der Metallzeiten.