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Kelten (Eisenzeit, ca. 800 - 40 v. Chr.)

                                                   Lanze Zoltan

Nicht zuletzt wegen europaweiter Handelsnetze sind die Kelten zu den bedeutenden Händlern der Vorgeschichte zu zählen. Salz, das von Hallstatt aus verhandelt wurde und das in vorzüglicher Qualität hergestellte Eisen, stellten die Pfeiler des keltischen Reichtums dar. Sippenchefs oder Häuptlinge, die auf Grund des ertragreichen Handels zu Fürsten aufstiegen, sowie die für Religion und Wissenschaften zuständigen Druiden leiteten die Geschicke der Stämme. Die schnell drehende Töpferscheibe wurde erfunden, was eine „industrielle" Keramikherstellung ermöglichte. Schmuck und Gegenstände aus Eisen zählten zu den begehrten Neuerungen. Die keltischen Kaufleute hatten Wirtschaftskontakte zu Völkern und Ländern in ganz Europa und so verbreiteten sich nicht nur Waren, sondern auch Wissen und Wissenschaften. Die Schriftlichkeit war bei den Kelten nicht üblich, sodass uns von keltischen Ereignissen und Allgemeingut aus "keltischer Sicht" nichts Schriftliches überliefert ist.

Durch zunehmenden Druck "germanischer" Gruppen aus Norden und Nord-Osten kam es zu Verschmelzungen der verschiedenen Kulturen und zum Zusammenbruch der keltischen Oppida-Kultur ab ca. 50 v. Chr. In der Folgezeit dehnte sich schließlich auch die schrittweise Besetzung des keltisch-germanischen Siedlungsraums durch das römische Imperium aus.      (Foto: TZH)